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INDIVIDUELLER GRABSCHMUCK VOM FRIEDHOFSGRTNER KLEIN 370Gärtner, Künstler und Menschenkenner in einem – der Job als Friedhofsgärtner ist vielseitig und spannend!

Totenstille. Ja, die herrscht hier in der Tat – zwei Meter unter der Erdoberfläche. Oberhalb der samtig-schwarzen Erdkrume hingegen geht es ziemlich lebhaft zu. Bienen summen von Blüte zu Blüte, eine Amsel ist ihrem Gesang nach zu urteilen schwer verliebt und am Brunnen nutzen zwei ältere Damen die Gelegenheit zu einem kleinen Plausch. Ruhig im Sinne von entspannt, das ist es auf dem Friedhof definitiv. Aber langweilig? Keine Spur, findet Ralf Kretschmer, Friedhofsgärtner aus Kiel.

„Der Friedhof wird heute deutlich vielfältiger genutzt als früher, und das ist auch gut so“, findet der 46-Jährige. „Egal ob hier ein Nordic Walker seine Runden dreht oder die junge Mutter mit Kind die Natur und die ruhige Atmosphäre genießt, sie sehen das Schöne im Friedhof und begreifen ihn als Teil ihres Lebens – das ist es, was ich mir für unsere Friedhöfe wünsche.“

 

LEISTUNG DER FRIEDHOFSGRTNER 370Auf dem Friedhof geht der Trend zur Dauergrabpflege – aus gutem Grund

Sich das eigene Grab schaufeln? Darauf hat nun wirklich niemand Lust. Wie die eigene Beerdigung ver-laufen wird, wie wohl der Grabstein aussehen wird und welche Blumen einmal die Erddecke schmücken, das hingegen möchten viele Menschen gerne wissen und am liebsten auch selbst beeinflussen.

Früher war das meistens Wunschdenken. Wenn überhaupt schon zu Lebzeiten über das eigene Ableben gesprochen wurde, war es doch fraglich, ob die geäußerten Wünsche dann auch tatsächlich so umge-setzt wurden. Jeder trauert anders und in einer Stresssituation wie nach dem Tod eines nahen Angehö-rigen ist auch schlicht nicht jeder emotional und nervlich in der Lage, sich um Details wie die Farbe der Grabinschrift oder die Wahl der Einfassungspflanzen zu kümmern.

 

BERATUNG DURCH FRIEDHOFSGRTNER 370Friedhofsgärtner sind einfühlsame Ansprechpartner bei allen Fragen rund um Trauer- und Grabschmuck

Ganz besonders zu den Totengedenktagen wie Allerheiligen, Allerseelen oder dem Totensonntag wird uns bewusst, wie sehr der Verlust schmerzt, den wir durch den Tod eines lieben Angehörigen oder guten Wegbegleiters erleiden. Der Gang zum Friedhof ist für viele Hinterbliebene eine Gelegenheit stille Zwiesprache zu halten und sich durch spezielle Rituale ganz nah mit dem Verstorbenen zu fühlen. Das Anzünden einer Kerze oder ein Blumengruß können dabei helfen.

Friedhofsgärtner verwandeln im Herbst so manches Grab in ein kleines Kunstwerk. Mit individuell und aufwendig gestaltetem Grabschmuck setzen sie dabei Akzente. „Als Grundlage für Kränze und Gestecke verwenden wir oft Tannenzweige, Wacholder, Moos, Proteen und andere Exoten. Diese bleiben auch bei Wind und Wetter lange attraktiv“, erklärt Friedhofsgärtnerin Anja Qayyum-Kocks. Die Experten für schöne Gräber gehen dabei auch gerne auf die individuellen Wünsche und Vorstellungen ihrer Kunden ein. „Beispielsweise können die Lieblingsblumen des Verstorbenen in Gestecke oder auch in die Grababdeckung eingearbeitet werden“, weiß Qayyum-Kocks zu berichten.

 

VORSORGE 370Immer mehr Menschen möchten schon zu Lebzeiten über ihre Grabgestaltung entscheiden

Schon oft hatte Katharina versucht, mit ihrem Mann über Vorsorge im Sterbefall zu reden, doch immer wieder lenkte der 82-Jährige ab, ergriff ein anderes Thema mit der Begründung: „Wir haben doch schon eine Patientenverfügung. Das mit dem Grab hat noch Zeit, wir sind doch beide noch fit“. Katharina aber wollte das Thema nicht mehr auf die lange Bank schieben und machte kurzerhand einen Termin bei ihrem Friedhofsgärtner vor Ort.

Die Endsiebzigerin hatte erst kürzlich an einer Tagesfahrt zu einer Bundesgartenschau teilgenommen. Dort kam ihr wieder der Gedanke an die eigene Vorsorgeregelung, während sie den Ausführungen des Gästeführers lauschte, der im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ über die verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten sprach und die einzelnen Bereiche der Ausstellung erklärte. Zum ersten Mal war Katharina dabei auf einen „Memoriam-Garten“ aufmerksam geworden. Besonders der gartenähnliche Charakter des gesamten Areals hatte es ihr angetan. Gräber und Rahmenbepflanzung zeigten sich in einer harmonisch aufeinander abgestimmten Einheit, es gab viele Sitzmöglichkeiten und sogar einige Wasserspiele.

 

RAUM FR ERINNERUNG 285x370Friedhöfe geben der Trauer einen Ort und schaffen einen Raum für liebevolles Erinnern. Betreute Grabanlagen entlasten die Angehörigen und bewahren den Verstorbenen ein würdevolles Andenken.

„Und dann schien auch noch die Sonne; es war so ein richtig schöner Herbsttag, golden und warm, das hat er geliebt – aber genau deshalb hat es mir in dem Moment so weh getan, er hat mir dadurch umso mehr gefehlt“, erinnert sich Hilde Hartwig an den Tag, an dem ihr Mann Günter starb. Herzinfarkt im Schlaf, eigentlich ein gnädiger Abschied – aber mit 65? „Es hat mich völlig unvorbereitet getroffen. Ich wusste überhaupt nicht, wohin mit meinem Schmerz und wie ich jemals ohne Günter weiterleben soll, wie überhaupt ein neuer Tag kommen kann.“

Aber der neue Tag kam. Und dann noch einer. Und noch einer. Und zu ihrer eigenen Überraschung fand Hilde ausgerechnet an dem Ort Trost, den sie eigentlich immer eher gemieden hatte, dem Friedhof. Allerdings einem der etwas anderen Art, nämlich einem sogenannten Memoriam-Garten. „Ich kannte das gar nicht, ein Freund hat mir von diesem „Friedhof im Friedhof“ erzählt. Erst ist das gar nicht so richtig zu mir durchgedrungen, was er da erzählt, aber als er meinte, das hätte dem Günti gefallen, bin ich zusammen mit meiner Tochter dann doch mal hingefahren“, erzählt die 64-jährige. Was sie sahen, war ein kleiner Lichtblick inmitten all der Trauer: ein kleiner gepflegter Park mit vielen Bänken, einem Wasserspiel und vielen bunten Blumen und Sträuchern. „Das war mehr ein wunderschöner Garten als ein Friedhof, mit einer ganz beruhigenden Atmosphäre, das hätte mein Mann wirklich gemocht. Der Gedanke hat mir in dem Moment Halt gegeben, dass seine letzte Ruhestätte ein Ort sein könnte, an dem er sich wohlgefühlt hätte...“

 

MG Ilsede Teil 1 050 370Das Konzept einer für den Kunden pflegefreien und kostengünstigen Bestattungsform auf dem Friedhof überzeugt: Memoriam-Gärten sind auf dem Vormarsch!

Liebevolle Grabgestaltung, filigrane Gartenkunst und Ruhe: Memoriam-Gärten sind wunderschön gestaltete Gärten, die zugleich Teil eines Friedhofs sind. Darin eingebettet finden sich beispielsweise Urnen- und Erdbestattungsplätze, Einzelgräber oder Partnergräber. Die Planung, Umsetzung, Instandhaltung und Pflege wird zu jeder Zeit von kompe-tenten Friedhofsgärtnern übernommen. Ein Konzept, das überzeugt: Mittlerweile gibt es Deutschlandweit 65 Memoriam-Gärten! 

Warum die Bestattung in einem „Garten auf dem Friedhof“ so positiv aufge-nommen wird, beantwortet Birgit Ehlers-Ascherfeld, selbst Friedhofsgärtnerin in Langenhagen und Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner (GdF) mbH: „Wir treffen damit seit vielen Jahren den Nerv der Zeit. Denn gärtnerbetreute Grabanlagen wie der Memoriam-Garten orientieren sich an der Nachfrage. Die Menschen wünschen sich einen schön gestalteten und gepflegten Platz für ihre letzte Ruhestätte. Für viele Hinterbliebene ist es jedoch schwierig, sich um die Grabpflege zu kümmern. Die meisten Angehörigen wohnen weiter weg, sind beruflich voll ausgelastet oder körperlich nicht dazu in der Lage“. Bei Memoriam-Gärten wird die Pflege aber dauerhaft von qualifizierten Friedhofsgärtnereien übernommen, da hier beim Erwerb einer Grabstelle automatisch die Dauergrabpflege enthalten ist. Dadurch werden die Angehörigen entlastet.

 

GIESERVICE 370Experten kümmern sich auch in der Ferienzeit um blühende Gräber

Auch im Hochsommer ist der Friedhof ein beliebter Ort, um Kraft zu tanken. Wenn das Thermometer schon frühmorgens 25 Grad Celsius anzeigt, Schulkinder sich über die Ferien freuen und es im Schwimmbad nur noch Stehplätze gibt, herrschen hinter Friedhofsmauern meist noch angenehme Temperaturen. Auf einer Bank im Schatten kann man zur Ruhe kommen oder einfach den Ausblick auf bunte Blüten und umher summende Bienen genießen. Gießkannenschleppen hingegen dürfte an heißen Tagen zu den weniger beliebten Tätigkeiten gehören, ist aber notwendig, wenn die Pflanzen auf den liebevoll gestalteten Gräbern nicht vertrocknen sollen.

Mehrmals wöchentlich gießen ist im Sommer Pflicht, an heißen Tagen benötigen insbesondere Schalen oft zweimal einen Schluck Wasser. „Weil das für die meisten Angehörigen kaum leistbar ist, nutzen viele Menschen den Gießservice der Friedhofsgärtner, der jeweils monatsweise buchbar ist“, berichtet Birgit Ehlers-Ascherfeld, selbst Friedhofsgärtnerin in Langenhagen und Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V.. Zudem bieten viele Friedhofsgärtnereien für die Ferienzeit Urlaubspflege an. So wird das Grab auch im Urlaub unkrautfrei gehalten oder auf Wunsch der Bodendecker professionell geschnitten.

 

AUSZUBILDENDE JOSEPHINE M. AUS KIEL 370Ausbildung zum Friedhofsgärtner: kreatives Arbeiten in der Natur, einfühlsamer Umgang mit Menschen und fundierte Pflanzenkenntnisse

Ja, auch Josephine M. – genannt Josi – aus Kiel durfte sich öfters die Frage nach dem Totengräber anhören. Spätestens, als sie sich im Sommer 2015 endgültig dazu entschlossen hat, die Ausbildung zur Gärtnerin mit Fachrichtung Friedhofsgärtnerei zu beginnen, erntete sie zunächst skeptische Reaktionen aus dem Umfeld. Nun, nach einem knappen Jahr im Ausbildungsbetrieb der Gärtnerei Kretschmer weiß Josi, dass ihre Wahl in Sachen Ausbildung „goldrichtig“ war.

Der Arbeitsalltag der 17-Jährigen startet früh. Viel zu früh für den Geschmack vieler ihrer gleichaltrigen Freunde und Bekannte. Kurz vor fünf klingelt der Wecker, pünktlich um sieben Uhr steht Josi dann vor der Eingangstür ihres Ausbildungsbetriebes. Ihr heutiger erster Arbeitsauftrag: Eine Fahrt zum Blumengroßmarkt mit den Kollegen! „Am Anfang viel mir dieses frühe Aufstehen echt schwer, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und sehe die Vorteile. Morgens seine Ruhe zu haben und vor allen anderen unterwegs zu sein und dafür am Nachmittag viel Freizeit zu haben, das hat auch was“, erzählt sie, bevor es mit dem Firmensprinter losgeht. Kaum angekommen, geht der Trubel so richtig los: „Blumen und Pflanzen für die Grabgestaltung auswählen, einkaufen, verladen, danach zurück in den Betrieb, ausladen, Ware sortieren und auf geht’s zum Friedhof – nicht an jedem, aber an vielen Tagen ist das ein ganz typischer Ablauf“, berichtet sie weiter.

 

BEMALTER GEDENKSTEIN 370Friedhofsgärtner lassen sich regelmäßig bei ihrer Arbeit von Kindern über die Schulter schauen

Aufgeregt wuseln viele Kinderhände im Boden herum, um den kleinen Gedenkstein in Form eines Marienkäfers richtig auszurichten. „Schön,…so kann es bleiben“, lautet das Gruppenfazit einstimmig, als der Gedenkstein an Ort und Stelle liegt. Kaum ist das eine Projekt abgeschlossen, stürzen sich die Knirpse auf die Zwergweide, die sogleich mit selbstgebastelten Karten verziert wird.

Viele Friedhofsgärtner in ganz Deutschland führen regelmäßig spielerische Aktionen mit Kindergruppen auf den Friedhöfen durch, um den Kindern über ihren Beruf zu erzählen und zu zeigen, dass sie keine Angst vor dem Friedhof haben müssen. „Dabei haben wir selber schnell festgestellt, dass sich die meisten Kinder gar nicht vor dem Ort fürchten. Ein guter Lernprozess für uns Erwachsene“, erklärt Manfred Freuken, selbst Friedhofsgärtner in Duisburg und aktiv tätig im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG).

 

GEMEINSAME MENSCH UND TIERFRIEDHFE 370Friedhofsgärtner helfen bei Grabpflege für Mensch und Tier

Biche, Superbe oder Pax – das waren nur drei der neun Hunde, die nach dem Willen ihres Herrchens gleich neben ihm in der Gruft auf der Terrasse des Schlosses Sanssouci in Potsdam beerdigt werden sollten. Diesen Wunsch äußerte bereits im 18. Jahrhundert ein ganz berühmter Mann: König Friedrich der Große, der zu Lebzeiten ein großer Hundenarr war.

Auch heute verspüren – ähnlich wie beim „Alten Fritz“ – viele Menschen den Wunsch, nach dem Tod mit ihrem Haustier gemeinsam bestattet zu werden. Zu Lebzeiten sind Hunde oder Katzen besonders für viele ältere Menschen der engste Freund und Begleiter im Alltag. Auch in vielen Familien ist das Haustier ein nicht wegzudenkendes Familienmitglied.