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PM Treuhandstelle 2018 04 17 Bild3 Grabbepflanzung 370Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt GmbH wird 50 Jahre alt. Seit fünf Jahrzehnten sind wir verlässlicher Partner unserer Kunden, für die wir treuhänderisch die Verträge mit unseren Partnerbetrieben – Friedhofsgärtnereien, Steinmetzbetriebe und Bestattungsunternehmen – betreuen. Seit unserer Gründung haben wir über 38.000 Verträge abgeschlossen und verwalten zurzeit ein Treuhandvermögen von ca. 76 Mio. Euro. Wir sind auf 1.200 Friedhöfen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt tätig.

Die gesellschaftsrelevante Bedeutung unserer Arbeit nimmt stetig zu, und wir freuen uns darauf, Ihnen einen Einblick in unsere Tätigkeit zu vermitteln und die Perspektiven für die Zukunft vorzustellen.

Denjenigen die keine Gelegenheit hatten an der Pressekonferenz am 26.04.2018 teilzunehmen, haben die Möglichkeit, mit den folgenden Dateien einen Nachbericht zu verfassen.

 

Gräber pflegen, Gestecke binden und Hinterbliebene beraten: Friedhofsgärtner sind Frühaufsteher und viel an der frischen Luft

Roland Wagner arbeitet dort, wo Menschen in erster Linie hinkommen, um zu trauern, um sich zu erinnern und um Ruhe zu erleben. Traurig jedoch findet der 48-jährige Friedhofsgärtner aus Rheda-Wiedenbrück seinen Arbeitsplatz auf keinen Fall. Eher im Gegenteil: „Besonders jetzt in der Frühlingszeit ist der Friedhof bunt und lebensbejahend“.

Ein Friedhof ist ein Ort der Ruhe und des Rückzugs für Trauernde, aber auch gleichzeitig ein Ort der Erinnerung und der Hoffnung. Als Friedhofsgärtner kümmert sich Wagner hauptsächlich um die Bepflanzung und Pflege von Gräbern, die Angehörige nicht selbst pflegen können oder wollen und diese deshalb an den Profi abgegeben haben. Bei seiner Arbeit richtet er sich häufig nach den individuellen Kundenwünschen. So besorgt er beispielsweise die Lieblingsblumen des Verstorbenen, dekoriert das Grab zu den Totengedenktagen mit liebevollen Gestecken und achtet im Rahmen einer Dauergrabpflege zu jeder Jahreszeit auf ein ansprechendes Aussehen des ihm anvertrauten Grabes.

 

ILEX CRENATA KLEIN 370Japanische Hülse und Gamander sind Alternativen zum Buchs – auch auf dem Friedhof!

Nicht nur im eigenen Hausgarten verzweifeln viele Hobbygärtner an dem Aussehen ihrer kleinen Buchsbaumhecke oder der Buchsbaumkugel im Kübel – auch auf vielen Gräbern bietet sich von jetzt auf gleich ein trauriges Bild bei vielen Buchspflanzungen. Bei der Suche nach langfristigen Lösungen ist intensives Pflanzenwissen der Friedhofsgärtner gefragt.

„Schuld an Blattverfärbungen und kahl gefressenen Pflanzen können zum einen der Pilz ‚Cylindrocladium buxicola‘ oder zum anderen der Buchsbaumzünsler ‚Diaphania perspectalis‘, der sich seit Einschleppung aus Ostasien seit rund zehn Jahren in ganz Europa immer weiter verbreitet, sein.“, weiß Friedhofsgärtner Ralf Kretschmer aus Kiel. „Oftmals können wir nichts mehr tun, außer die Pflanzen systematisch auszutauschen und nach Alternativen zu suchen“. Viele Angehörige, die ihr Grab in guten Zustand sehen möchten, suchen Rat bei ihrem Friedhofsgärtner. Der ist neben Fragen rund um die Pflege und Neuanlage von Grabstellen auch der richtige Ansprechpartner beim Thema Pflanzengesundheit. Die Experten suchen schon seit einiger Zeit nach geeigneten Alternativen für den einst so robusten Buchsbaum. An vielen landwirtschaftlichen Forschungsinstituten laufen Testversuche. Ziel dabei ist es andere Pflanzen für den Einsatzzweck anzubieten.

 

GRABGESTALTUNG IM WINTER KLEIN 370Zapfen, Moose, getrocknete Früchte: Die Wintermonate halten für die Grabgestaltung eine Vielzahl von Möglichkeiten bereit.

Mit Schirm und Regenjacke ausgerüstet hatte Marianne in den letzten Wochen stets ihren Besuch auf den Friedhof angetreten. Das herbstliche Wetter hielt sie nicht davon ab. Regelmäßig besucht die aktive Seniorin das Grab ihres Mannes und schaut meist auch noch am Doppelgrab ihrer verstorbenen Eltern vorbei. Bald würden die Herbsttage vorbei sein und sie überlegt, während sie in einer Regenpause einige Laubblätter vom Grab aufsammelt, was sich gut als Winterschmuck auf ihren Pflegegräbern eignen würde.

In diesem Jahr bekam die Seniorin unverhofft eine ganze Bandbreite neuer Ideen zu Gesicht. Die örtliche Friedhofsgärtnerei hatte rechtzeitig vor den Gedenktagen zu einer kleinen Ausstellung eingeladen. Obwohl auf dem Grab ihres Mannes die Herbstbepflanzung mit lilafarbener Besenheide, weißen Alpenveilchen und Blauschwingel-Gräsern noch eine gute Figur macht, interessierte sie sich für die neusten Trends, die ihre Friedhofsgärtnerei präsentierte.

 

BERATUNG VOM FRIEDHOFSGÄRTNER KLEIN 370Individuelle Farbtupfer auf den Gräbern wirken tröstend und halten Erinnerungen wach

Die Totengedenktage im November stehen vor der Tür. Die Friedhöfe, die während dieser Tage von tausenden Besuchern aufgesucht werden, zeigen sich von ihrer geruhsamen und besinnlichen Seite. Gerade jetzt bestimmen warme Naturtöne das Friedhofsbild. Hier zeigen die Friedhofsgärtner die ganze Bandbreite Ihrer Kreativität. Die Gräber werden herbst- und winterlich mit Tanne, Konifere und Grabschmuck, der bis zum Frühjahr halten kann, geschmückt. Vereinzelt sieht man noch die leuchtende Herbstbepflanzung: Astern, Anemonen, Chrysanthemen, Hebe, Christrosen und Alpenveilchen sind ebenso wie Gestecke und Sträuße sichtbaren Zeichen des Gedenkens, der Dankbarkeit und der Verbundenheit auf den Gräbern zu finden.

 

DSC 1962 1 Quelle www.treuhandstelle.info 370Selbstbestimmt im Leben, selbstbestimmt im Tod: Bestattungsvorsorge- und Dauergrabpflege-Verträge liegen im Trend. Treuhandstellen verwalten die gezahlten Gelder – und sehen sich gleichzeitig als Fürsprecher für die Wünsche der Verstorbenen.

Er kommt früh oder spät, schleichend oder schnell. Sicher aber ist: Er kommt, der Tod, irgendwann ist es soweit. Und eben weil niemand weiß, wann und auf welche Art Jede und Jeder die letzte Reise antreten muss, sind Vorsorgemaßnahmen rund um das Thema Sterben und Tod etwas, das viele Menschen im Kopf haben. Im Hinterkopf wohlgemerkt, dort, wo sich tendenziell unangenehme Gedanken recht gut wieder verdrängen lassen.

„Wer sich aber erst mal mit dem Thema auseinandersetzt, merkt oft, dass es gar nicht so unangenehm ist, sondern im Gegenteil etwas sehr Befreiendes hat. Schließlich sind nicht nur Dinge wie eine Patien-ten- oder Betreuungsverfügung, sondern auch die Bestattungsvorsorge- oder ein Dauergrabpflege-Vertrag Akte der Selbstbestimmung. Sozusagen das letzte bisschen Einfluss, dass man auf das eigene Ende und die Zeit nach dem Tod nehmen kann“, sagt Uwe Stapelmann von der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

 

FARBENFROHE GRÄBER KLEIN 370Friedhöfe sind grüne Lungen und die Seele der Stadt – ganz besonders in der Sommerzeit 

Schimpfend flattert die Amsel auf und lässt den Regenwurm Regenwurm sein – wer ist denn da schon so früh auf dem Friedhof unterwegs und stört beim Frühstück?! Pech für die Amsel, Glück für den Wurm, denn nicht nur zahlreiche Tiere sind Frühaufsteher: auch die Friedhofsgärtner nutzen die Morgenstunden, um möglichst viel ihres Tagewerks noch in angenehmer Kühle zu verrichten.

„Ich liebe diese Stunden ganz besonders: Die Welt ist ruhig und friedlich, die Morgensonne taucht alles in ein wunderbar weiches Licht und die wenigen Friedhofsbesucher, die man um sechs Uhr morgens antrifft, sind ausnahmslos freundlich und entspannt – ein schöner Start in den Tag“, findet Anja Qayyum-Kocks, Friedhofsgärtnerin in Duisburg.

Tatsächlich werden Friedhofsgärtner im Hochsommer oft um ihren Arbeitsplatz beneidet: Innerhalb der Friedhofsmauern offenbaren sich Besuchern grüne Refugien von kaum zu überschätzendem Erholungswert. Altehrwürdige Baumriesen spenden selbst an heißen Tagen immer ausreichend Schatten, die Tier- und Pflanzenwelt ist so vielfältig wie wohl nirgends sonst in der Stadt und kunstvoll bepflanzte Gräber mit frischem Sommerflor geben eindrucksvolle Zeugnis von Liebe und Hoffnung über den Tod hinaus.

 

INDIVIDUELLER GRABSCHMUCK VOM FRIEDHOFSGRTNER KLEIN 370Gärtner, Künstler und Menschenkenner in einem – der Job als Friedhofsgärtner ist vielseitig und spannend!

Totenstille. Ja, die herrscht hier in der Tat – zwei Meter unter der Erdoberfläche. Oberhalb der samtig-schwarzen Erdkrume hingegen geht es ziemlich lebhaft zu. Bienen summen von Blüte zu Blüte, eine Amsel ist ihrem Gesang nach zu urteilen schwer verliebt und am Brunnen nutzen zwei ältere Damen die Gelegenheit zu einem kleinen Plausch. Ruhig im Sinne von entspannt, das ist es auf dem Friedhof definitiv. Aber langweilig? Keine Spur, findet Ralf Kretschmer, Friedhofsgärtner aus Kiel.

„Der Friedhof wird heute deutlich vielfältiger genutzt als früher, und das ist auch gut so“, findet der 46-Jährige. „Egal ob hier ein Nordic Walker seine Runden dreht oder die junge Mutter mit Kind die Natur und die ruhige Atmosphäre genießt, sie sehen das Schöne im Friedhof und begreifen ihn als Teil ihres Lebens – das ist es, was ich mir für unsere Friedhöfe wünsche.“

 

LEISTUNG DER FRIEDHOFSGRTNER 370Auf dem Friedhof geht der Trend zur Dauergrabpflege – aus gutem Grund

Sich das eigene Grab schaufeln? Darauf hat nun wirklich niemand Lust. Wie die eigene Beerdigung ver-laufen wird, wie wohl der Grabstein aussehen wird und welche Blumen einmal die Erddecke schmücken, das hingegen möchten viele Menschen gerne wissen und am liebsten auch selbst beeinflussen.

Früher war das meistens Wunschdenken. Wenn überhaupt schon zu Lebzeiten über das eigene Ableben gesprochen wurde, war es doch fraglich, ob die geäußerten Wünsche dann auch tatsächlich so umge-setzt wurden. Jeder trauert anders und in einer Stresssituation wie nach dem Tod eines nahen Angehö-rigen ist auch schlicht nicht jeder emotional und nervlich in der Lage, sich um Details wie die Farbe der Grabinschrift oder die Wahl der Einfassungspflanzen zu kümmern.